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19. Galápagos – an Land

Es ist allgemein bekannt, dass die Galápagos eher ein teures Pflaster sind. Das war auch uns bewusst, aber kein Grund, dieses Abenteuer auszulassen. Wir konnten die Kosten teilweise niedriger halten, indem wir ab und zu selbst kochten und Tagesausflüge auf eigene Faust machten, anstatt teure Bootstouren zu buchen.

Die erste Insel, die wir auf den Galápagos besuchten, war Santa Cruz. Nach der Landung reisten wir via Bus, Boot und nochmals Bus auf der einzigen Strasse einmal quer über die Insel in die Hafenstadt Puerto Ayora. Bereits diese Fahrt war aufregend, da der Busfahrer regelmässig den Riesenschildkröten ausweichen musste, die mitten auf der Strasse herumspazierten.

Ein Must-see auf Santa Cruz ist einer der schönsten Strände weltweit, die Tortuga Bay. Wir erreichten den breiten weissen Sandstrand zu Fuss und fanden dort ein paar Leguane, die sich auf den schwarzen Vulkansteinen sonnten oder durch das Wasser schwammen. In einer kleinen Bucht nebenan suchten wir uns ein schattiges Plätzchen unter den Mangroven und vertrieben uns die Zeit mit schnorcheln und Kajak fahren. Dabei entdeckten wir viele Haie und Schildkröten, die unter anderem mit der Fortpflanzung beschäftigt waren.

Wir statteten der Darwin Research Station einen Besuch ab, wo man Einiges über die Artenvielfalt der Pflanzen und Tiere auf den Galápagos erfährt. Ausserdem befindet sich dort eine Aufzuchtstation für Galápagos-Riesenschildkröten, welche wir bei ihrem Frühstück bestaunen konnten. In einem Kühlraum durften wir sogar dem ausgestopften «Lonesome George» Hallo sagen, der im Jahr 2012 als letzter seiner Art verstorben ist.

Im inneren der Insel gibt es weitere Schildkrötenreservate. Wir mieteten uns Fahrräder und stiegen damit in den Bus, um dorthin hochzufahren. Unglaublich viele Riesenschildkröten befanden sich dort auf einer Wiese und im angrenzenden Wald. Wir spazierten eine Weile zwischen ihnen herum und beobachteten sie beim Fressen, schlafen oder anstrengend wirkenden herumlaufen. Mit ihrem schweren Gewicht, dem Riesenpanzer und den krummen Beinen wirken die Schilkröten nämlich extrem unbeweglich, wenn sie über Felsen und Steine hinausklettern. Leider spielte das Wetter an diesem Tag nicht mit und so wurden wir bei der Rückfahrt auf dem Fahrrad komplett nassgeregnet.

Wir reisten auf einer kleinen Fähre weiter zur Insel San Cristobál. Die Überfahrt war schrecklich, da das Meer extrem rau war und wir dementsprechend mächtig durchgeschüttelt wurden. Ich versuchte mich für die zwei Stunden auf den Horizont zu konzentrieren, damit mir nicht übel wurde, während die Wellen links und rechts fast so hoch waren wie unser Boot. Von den 20 Passagieren war rund ein Viertel damit beschäftigt, Plastiksäcke mit ihrem Mageninhalt zu füllen. Das war ein ziemlich unangenehmes Erlebnis, das ich nicht so schnell vergessen werde. Das mulmige Bauchgefühl verschwand jedoch sofort, als wir im Hafen der Ortschaft Puerto Baquerizo von unzähligen Seelöwen begrüsst wurden.

Puerto Baquerizo ist ein verschlafenes Städtchen, dessen Bewohner ihre Läden und Restaurants dann öffnen, wenn sie gerade Lust dazu haben. Wir bezogen unser Zimmer im Hostal Suiza, welches von Silvia aus St. Gallen geführt wird, die seit 20 Jahren mit ihrem ecuadorianischen Mann José dort lebt.

Wir besuchten auf San Cristobal einige Strände, darunter La Lobería, wo wir den Seelöwenbabys aus nächster Nähe beim spielen zuschauen konnten. Wir spazierten über die Felsen zu einer Klippe mit schöner Aussicht, wobei wir ständig aufpassen mussten, nicht auf die Leguane zu treten. Dort gab es Vögel und im Wasser treibende Schildkröten zu beobachten.

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