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21. Weihnachten und Jahreswechsel in Ecuador

Den ersten Stopp auf dem Festland Ecuadors legten wir in der hübschen Stadt Cuenca ein, in dessen Zentrum sich die Kolonialgebäude in allen Farben präsentierten. Die Atmosphäre war einladend und nach einem gemütlichen Spaziergang durchs Zentrum gings ans «Käfele» und in den Tag Hineinleben.

Ganz in der Nähe von Cuenca befindet sich auf über 3000 Metern Höhe der Nationalpark Cajas. An einem regnerischen und nebligen Morgen brachen wir auf, um eine kleine Wanderung durch die mit zahlreichen Lagunen und stimmungsvollen Wäldern gespickte hügelige Landschaft zu machen. Wir hätten eigentlich gerne eine längere Tour gemacht, jedoch wurde uns dort vom Parkwächter empfohlen, eine bloss zweistündige Wanderung zu machen, da man bei dem Nebel sowieso nichts gesehen hätte. Wir gaben uns damit zufrieden und waren anschliessend froh, uns mit einem Tee wärmen zu können.

Die Weihnachtsfeiertage verbrachten wir in Baños de Agua Santa, eine Ortschaft zwischen Vulkanen und hügeligen sattgrünen Bergen, die uns ein wenig an unsere eigene Heimat erinnerten. Baños ist bekannt für seine grosse Auswahl an Outdooraktivitäten und die heissen Quellen, in denen man es sich gemütlich machen kann. Das Thermalbad testeten wir gleich zu Beginn und entspannten uns unter freiem Himmel trotz Regen im wohlig warmen Pool.

Jan vergnügte sich unter anderem wieder einmal beim Rafting und gemeinsam unternahmen wir einen Ausflug mit dem Fahrrad entlang der Ruta de las Cascadas, um einige Wasserfälle und Aussichtspunkte in der Nähe von Baños abzuklappern. Dabei hielten wir an einer Seilbahn namens Tarabita. Diese beförderte uns einmal schwungvoll über die Schlucht und wieder zurück. Dabei konnten wir den besten Blick auf den Wasserfall geniessen.

Unsere Weihnachtsfeierlichkeiten beschränkten sich dieses Jahr auf ein Abendessen in einem Schweizer Restaurant. Das angebotene Weihnachtsmenü beinhaltete ein Käse- und Fleischplättli, Käsefondue und im Anschluss daran ein Fondue Bourgignon, abgerundet mit einem Schoggifondue. Das war uns insgesamt etwas zu viel, woraufhin wir das Käsefondue ausliessen und selbst dann noch Mühe hatten, das ganze Essen zu verputzen. Es hat super geschmeckt und war ein kleiner Trost dafür, dass wir nicht gemeinsam mit unseren Familien feiern konnten.

Eine Sehenswürdigkeit, die man in Baños nicht auslassen sollte, ist die Baumhausschaukel «Casa del Arbol» auf einem Hügel neben der Stadt. Die Schaukel zieht Touristen und Einheimische in Scharen an, die sich darauf freuen, einmal über den Abgrund zu schwingen. Fühlt sich fast wie fliegen an. Für Adrenalinjunkies wie Jan gab es noch die Version mit der zusätzlich um sich selbst drehenden Schaukel. Wir verbanden den Ausflug mit einer Wanderung zurück nach Baños und machten unterwegs eine Pause im Thermalbad eines Hotels mit wunderbarem Blick auf die Umgebung.

Wie bereits unsere «Weihnachtsfeier» fiel auch unser Silvester anders aus als gewöhnlich. Wir entschieden uns dazu, in Quito ins neue Jahr zu starten und erhofften uns, eine feierliche Nacht in der Stadt zu erleben. Am Tag des 31. Dezembers entdeckten wir jede Menge Puppen aus Holz und Papier, die tagsüber auf Autos montiert und am Abend an jeder Ecke angezündet wurden, um symbolisch mit dem alten Jahr abzuschliessen und alles Schlechte daraus hinter sich zu lassen. Die Puppen tragen oft Masken von Politikern oder anderen in Ecuador berühmten Personen und Figuren. Als Frauen verkleidete Männer, welche die Wittwen dieser Puppen vekörpern sollen, blockierten die Strassen und tanzten auf den Autos, um anschliessend eine kleine Spende für ihre Darbietung entgegenzunehmen. Wir hatten es ziemlich lustig, besonders weil es den verkleideten Wittwen gefiel, Jan in ihre Auftritte einzubinden und mit ihm zu tanzen. Als es dann gegen Mitternacht ging und wir durch die Strassen spazierten - auf der Suche nach der grossen Party - war plötzlich alles wie ausgestorben. Wir waren sehr überrascht und stellten fest, dass Silvester hier wohl eher ein Familiending ist als ein Volksfest. Somit schafften wir es gerade noch rechtzeitig in das Stadtviertel, wo sich die meisten Touristen aufhielten und konnten schliesslich doch noch stimmungsvoll mit Feuerwerk und lauter Musik ins 2019 prosten!

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